"Es ist nicht so, dass wir uns nicht trauen,
weil die Dinge kompliziert sind. Weil wir uns
nicht trauen, werden die Dinge kompliziert."
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Shri Krishna Janmastami - Der wahre Grund für Shri Krishnas Erscheinen

Von Sacinandana Swami, August 2017

Um sein ewiges Spiel auszuführen, erscheint die höchste Persönlichkeit Gottes, Shri Krishna, einmal am Tag Brahmas, alle 4 320 000 000 Jahre, auf der Erde. Wenn er jedoch in dieser Welt erscheint, bleibt sein ursprünglicher Wohnort im spirituellen Reich weiterhin besetzt. So ist Krishna an beiden Orten gleichzeitig anwesend, sowohl in Mathura, hier auf diesem Planeten, als auch in der ewigen spirituellen Welt.

Warum erscheint Krishna?

Es gibt viele Antworten auf diese Frage, aber die relevanteste ist meiner Ansicht nach, dass der Herr durch die Ausführung seiner äußerst bezaubernden Spiele alle Seelen zu ihm hinziehen möchte. Wir alle sind seit unvordenklichen Zeiten in der materiellen Welt umhergewandert, bei dem Versuch, Freuden zu genießen, die in Wirklichkeit niemals unseren starken Durst nach reinem liebevollen Austausch löschen können. Wie Shrila Prabhupada in seiner Erläuterung zu Vers 9.24.66 im Shrimad Bhagavatam feststellt:

“Der eigentliche Zweck von Krishnas Erscheinen bestand jedoch darin, zu offenbaren, wie man am liebevollen Austausch von Gefühlen mit der Höchsten Persönlichkeit Gottes teilhaben kann. Ein Austausch von liebevollen Gefühlen in Ekstase ist nur in Vrindavana möglich. Deshalb begab sich der Herr sofort nach seinem Erscheinen als Sohn Vasudevas nach Vrindavana.”

Während seines Erscheinens zeigt Krishna verschiedene Arten der Barmherzigkeit. Eine Art der Barmherzigkeit wird „anugraha“ genannt, oder die Barmherzigkeit, die einen gefangen nimmt. Der Herr nimmt uns durch seine außergewöhnlichen Eigenschaften und Taten gefangen. Es folgt eine Beschreibung, wie Mutter Yashoda, die bekannteste Geweihte und Mutter des Herrn, die höchste Ekstase der mütterlichen Zuneigung erfuhr, als sie durch die liebliche Barmherzigkeit des Herrn gefangengenommen wurde:

Als Mutter Yashoda und alle anderen Familienmitglieder fest schliefen, gab Shri Hari (einer der Namen des höchsten Herrn Shri Krishnas) einen wundervollen Schrei von sich, wie ein neugeborenes Baby. Aber was war das für ein Schrei? Der Herr ließ das heilige „Om“ ertönen, das „maha vakya“ oder den großen Klang, und kündigte so den glückverheißenden Beginn seiner lieblichen Spiele an. Als die Frauen den außergewöhnlichen Schrei des Herrn hörten, rannten sie

los, um ihn zu sehen und weckten Mutter Yashoda mit ihrem fröhlichen Geplauder. Sich über das Bettchen lehnend bewunderte Muter Yashoda ihren wunderbaren Sohn. Krishnas Körper schillerte, als würde er aus einem brilliantenen Spiegel aus Saphiren bestehen und Mutter Yashoda sah ihr eigenes Speigelbild auf seinem Körper. Aufgrund beschützender mütterlicher Liebe glaubte sie, eine Hexe hätte diese Form angenommen, um das Geburtszimmer unbemerkt zu betreten und ihr Baby zu entführen. Schnell wandte sie sich an Shri Nrisimhadeva (Krishna persönliche Inkarnation, in der er seine Devotees vor aller Gefahr bewahrt) um ihren Sohn zu beschützen, während sie gleichzeitig die Hexe anschrie: „Verschwinde hier! Geh sofort weg!“. Als sie auf Krishnas Brust das spiralförmige Zeichen Vishnus entdeckte, das „shrivatsa“ genannt wird (shrivatsa ist eine dünne Linie aus weißem Haar, das die Brust Shri Vishnus kennzeichnet), hielt sie es irrtümlich für Milchspuren, die nach dem Säugen zurückgeblieben waren, und nahm das Ende ihres Saris, um sie zu entfernen – natürlich ohne Erfolg. Durch all diese und weitere kleine und große Wunder nahm der Herr von Anfang an das Herz seiner Mutter und aller Anderen gefangen und tauchte sie in einen Ozean der Freude.

(entnommen aus Ananda Vrindavana Champu, Kapitel 2)

Möge unser Geist, der von der Suche nach „Paradiesen“ in dieser Welt erschöpft ist, in den belebenden Spielen des Herrn Zuflucht finden, die von denen genossen werden, die völlig frei von allen Ablenkungen sind.

Mögen wir dieses Janmastami mit göttlichem, immer weiter anwachsendem Geschmack gesegnet und vom Herrn der Lieblichkeit gefangengenommen werden.

Foto von Jayapataka Swamis Facebook Seite

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