"Bewusstsein
macht den Unterschied."
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Kartik Inspiration 2018 - Tag 14

Durch die Augen der Hingabe

Von Sacinandana Swami

Gestern ging ich auf Govardhan parikram. Es war ein kühler Morgen. Ich ging sehr früh im Dunkeln los und erreichte gegen 7 Uhr Govinda-kund. Direkt am Ufer dieses kleinen Teichs ist ein Tempel, der mir sehr am Herzen liegt – der Tempel von Gopal. Ich wollte gerade meine Ehrerbietungen darbringen, als ich fünf große Affen sah, die auf der Schwelle zwischen Gopal und dem Ort, wo die Pilger ihren darshan nehmen, saßen. Während ich mich niederbeugte dachte ich: ‘Oh, nein. Ich habe feinstes Kokosnusswasser in meiner roten Tache. Sie werden bestimmt auf mich springen und mich ausrauben, wenn ich unten bin.’

Sie waren aber nicht an meiner Tasche interessiert, also setzte ich meine Reise fort, als plötzlich ein Devotee rief: “Hier ist Sacinandana Swami!”, mir einen Videorecorder direkt vors Gesicht hielt und sagte: “Sag uns in einem Satz, wer der heilige Govardhan Hügel für dich ist!” Nachdem ich geantwortet hatte, setzte ich meinen parikrama fort und fand mich einige Augenblicke später inmitten von 30 - 40 Pilgern, die sich über viele verschiedene Dinge unterhielten.

All diese Begenungen fingen an mich zu beeinflussen. Ich dachte: ‘Hier bin ich nun: ich fürchte mich vor den Affen, kann mich nicht vor der Welt verstecken, weil mich jeder erkennt und jetzt bin ich von tratschenden Leuten umgeben.’ Ich war etwas gestört. Aber dann änderte sich alles.

Ein Devotee, der vor dem Govardhan saß, rief voller Gefühl: “Dina-dayal!” Das bedeutet: “Krishna, o Freund der Gefallenen!” Ich schaute ihn an – seine Augen strahlten hell und er lächelte von Vraja nach Deutschland und zurück. Er musste auch seine Begegnungen mit äußeren Störungen gehabt haben, aber ich konnte sehen, dass er im Krishna Bewusstsein gefestigt war. Für ihn war alles ok, er sah den Herrn in Allem.

In diesem Moment änderte sich meine gesamte Wahrnehmung. Ich sah die Affen nicht länger als Feinde und obwohl ich manchmal an Leuten vorbeikam, die mich erkannten und einen großen Aufruhr darum machten, wurde ich nicht länger von diesen Störungen beeinflusst. Das war so, weil in dem Augenblick, wo unser Herz mit Hingabe erfüllt ist, alles andere unwichtig wird.

Das Shrimad Bhagavatam (11.14.23) stellt heraus, dass Hingabe oder bhakti alles läutern und wandeln kann:

“Wenn sich die Haare nicht aufriuchten, wie kann da das Herz schmelzen? Und wenn das Herz nicht schmilzt, wie können Tränen der Liebe aus den Augen strömen? Wie kann man dem Herrn liebevollen Dienst darbringen, ohne vor spirituellem Glück zu weinen? Und wie kann der Geist ohne solchen Dienst geläutert werden?”

In einem Text aus dem 11. Canto stellt Krishna heraus:
“Im Krishna Bewusstsein brauchst du bhava (das Gefühl) der bhakti. Tue alles, um in diese Stimmung zu gelangen. Der Ort, an dem du sie am sichersten findest, ist in der Gemeinschaft guter Devotees, die erfüllt sind von dieser bhava – diesem liebenden, hingebungsvollen Gefühl.”

Dieses Gefühl wird alles dem Feuer der bhakti aussetzen und euer gesamtes Erleben verändern – Affen und andere Menschen werden euch nicht stören. Wenn ihr mit den Augen der Hingabe schaut, werdet ihr alles als mit Krishna verbunden sehen.

Link zu Soundcloud: https://www.sacinandanaswamipilgrimage.com/kartik-inspirations-2018/

 

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