"Meditation ist eine Methode
den heiligen Raum des Herzens zu betreten,
wo die Ganze spirituelle Welt dich erwartet."
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Gaura Purnima – Der göttliche Erscheinungstag von Shri Chaitanya Mahaprabhu

Von Sacinandana Swami

Um Shri Chaitanya besser zu verstehen, lasst uns fragen: Was veranlasst den Herrn, zu erscheinen?

Die Antwort auf diese Frage wird uns dabei helfen, den größten Nutzen aus diesem glückverheißenden Tag zu ziehen.

Sri Chaitanya Mahaprabhu erscheint dann, wenn ein Devotee aufrichtig nach ihm ruft. Der dringliche Ruf Draupadis veranlasste den Herrn, zu erscheinen und sie mit Stoff zu bedecken. Ebenso ließ Advaita Acaryas Ruf „mit donnernder Stimme” den Thron des Herrn in Vaikuntha erzittern und ihn in die materielle Welt hinab kommen. Von sich aus hat er nichts in dieser Welt zu erledigen – der Herr kommt nur, wenn der Devotee nach ihm ruft.

Advaita Acarya sah, dass die Seelen im Kali-yuga litten und nicht wussten, wie sie aus den Fängen der materiellen Illusion befreit werden könnten. Nach einigem Nachdenken wurde Advaita Acarya klar, dass die gefallenen Seelen nur eine Chance haben, wenn der Herr persönlich erscheint und sie befreit. Also ging er ans Ufer der Ganga, errichtete dort einen kleinen Altar auf dem er Ganges Wasser und Tulasi Blätter darbrachte und rief aus ganzem Herzen nach Krishna. Immer wieder rief Advaita: „Bitte komm” und der Herr konnte den aufrichtigen und dringenden Wunsch seines großen Devotees nicht ausschlagen.

Auf die gleiche Weise bewegt unsere Begierde an Gaura Purnima den Herrn dazu, uns seine Barmherzigkeit zu schenken und im Tempel unseres Herzens – hrdaya mandire – zu erscheinen. Warum sollte uns der Herr ohne diese Begierde überhaupt erscheinen?

Shrila Rupa Goswami rühmt die Begierde des Herrn, auf den Ruf seines Devotees zu reagieren in seiner Gebetssammlung (Padyavali):

Als der Herr das mitleiderregende Gebet seines Devotees um Hilfe hörte, verspürte er die immense Dringlichkeit, ihm zu Hilfe zu eilen. Also rannte er aus seinem Palast und sprang auf Garudas ungesattelten Rücken. Obwohl sein Kommandant Visvaksena bereitstand, ihm auf seinen Träger zu helfen und sein Diener ihm seine juwelenbesetzten Sandalen brachte, war er zu sehr in Eile, um ihre Hilfe anzunehmen. Während er dachte: „Wer ruft so verzweifelt nach mir?” beeilte er sich so sehr, dass er alles um sich herum vergaß. Mögen wir uns wieder und wieder vor dieser Begierde des Herrn, seinem Devotee zu helfen, verneigen, welche die Ursache für seinen übereilten Aufbruch war.

Bitte wisst: der Herr reagiert immer auf seine Devotees. Eine aufrichtige Bitte lässt er nie unbeantwortet.

Mögen wir an Gaura Purnima die Zeit finden, uns aufrichtig an Shri Chaitanya zu wenden und wie Shrila Narottama Dasa Thakura zu ihm zu beten:

śrī-kṛṣṇa-caitanya prabhu doyā koro more
tomā binā ke doyālu jagat-saḿsāre

„Mein gelieber Shri Chaitanya, bitte sei mir barmherzig, denn wer in den drei Welten kann barmherziger sein als du?“

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