"Wie wird man ein Schmetterling? -
Du musst es dir so sehr wünschen zu fliegen,
dass du das Raupendasein aufgibst."
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Tagebücher von Sacinandana Swami

Tagebuch eines Pilgers 2016 – Von Dankbarkeit überwältigt

Von Sacinandana Swami

Wir sind gerade mit 450 Devotees aus Ter Kadamba zurückgekehrt – dem Ort, an dem Rupa Goswami den Herrn verehrt hat. Es war unser 64 Runden Tag. Von morgens bis abends haben wir einfach nur gechantet. Viele Retreat-Teilnehmer haben von Durchbrüchen berichtet. „Für mich hat sich ein geschlossenes Fenster geöffnet – wird es offenbleiben?" fragte mich ein Devotee mit Tränen in den Augen.

Vor 500 Jahren, als es ein Dschungelgebiet war, lebte hier Rupa Goswami. Keine Hütte, keine Heizung im Winter, kein Platz, um seine Schreibutensilien aufzubewahren – außer den Ästen der Bäume. Warum brauchte er kein Handy, keine Fahrzeuge, keine Küche, usw... all die Dinge, ohne die wir modernen Menschen uns nicht vorstellen können zu leben?

Er badete ununterbrochen in den Wellen des ekstatischen Ozeans des Krishna Bewusstseins. Er dachte an niemand anderen als den Herrn – 24 Stunden am Tag. Und wie eine Biene, die vom Honig lebt, an den sie ständig denkt – ein Cakora Vogel, der sich von den Mondstrahlen ernährt, eine liebende Ehefrau, die von ihrem Ehemann abhängig ist, und ein armer Mann, der nur Gold für all seine Bedürfnisse braucht – wuchs er in dieser göttlichen Beziehung, überwältigt von Dankbarkeit.

Diese Abhängigkeit vom Herrn funktioniert auch heute noch. Jeder – ob Asket oder Familienmensch – muss sich entsprechend situieren und sich dann vom Herrn abhängig machen. Einmal sprachen zwei große Devotees über Krishnas Eigenschaften – insbesondere seine Dankbarkeit, Toleranz und sein Mitgefühl – um sich gegenseitig zu inspirieren, ihm freudig zu dienen. Dann sagte einer von ihnen etwas Beeindruckendes:

„Krishna gerät unter die Kontrolle seines Devotees – schon durch den kleinsten Dienst. Er lächelt geduldig, selbst wenn ein unverzeihliches Vergehen gegen ihn begangen wird. Andererseits zerreißt es ihm das Herz, wenn er andere leiden sieht – und wenn es nur ein bisschen ist. Wenn ich diese Eigenschaften meines Herrn betrachte, dürstet mein Herz nach ihm.“ (Ujjvala-nilamani 10.1)

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