"Wir alle wissen, wie man hört,
aber wenige wissen, wie man zuhört."
SacinandanaSwami.net
Online Shop

Über das Chanten

Nama Japa mit Leben erfüllen

Es ist bekannt, dass das Chanten des heiligen Namens in guter Gemeinschaft einfacher ist, als wenn man allein chantet. Das gilt sowohl für japa als auch kirtan. Wenn wir mit einer Gruppe von Devotees chanten, schaffen wir zusammen eine spirituelle Energie und Atmosphäre, in die wir gemeinsam eintauchen. Darum wird gesagt, dass sankirtana (mit anderen ausgeführter kirtan) so außerordentliche Freude im Chantenden hervorrufen kann, dass es für ihn oder sie einfach ist, auf den heiligen Namen fokussiert zu bleiben und einen höheren Geschmack beim Chanten zu erleben.

Aber ach, für viele von uns, die nicht im Aschram leben, scheint das gemeinsame Chanten nicht möglich zu sein. Besonders die frühmorgendliche japa wird schwierig für uns, obwohl wir wissen, dass das die beste Zeit ist. Wir werden oft von Müdigkeit überwältigt und schließlich entmutigt. Aber es gibt eine praktische Lösung: wir können mit Hilfe der modernen Technologie mit anderen zusammen chanten. Zum Beispiel bei Skype-Konferenzen mit Devotees, die gemeisam chanten.

Ich wurde darauf aufmerksam, als mir ein Devotee aus dem ehemaligen Jugoslawien schrieb:

"Weil ich immer einen großen Unterschied beim frühen Chanten mit anderen Devotees bemerkte, hatte ich die Idee, Devotees zu bitten, sich frühmorgens per Skype zu treffen und einfach zu chanten. Zuerst war nur ein Devotee daran interessiert. Wir trafen uns auf diese Weise ein paar Mal und spürten, dass wir bedeutenden Fortschritt beim Chanten machten – einen Fortschritt, der bald die anderen Bereiche unseres Lebens auf sehr spirituelle und freudvolle Weise beeinflusste. So dachte ich: Wenn es bei uns funktioniert, kann es auch bei anderen funktionieren. So entschloss ich mich, die "Japa-Sanga" zu eröffnen, wo Devotees den Tag und die Zeit veröffentlichen können, zu der sie gemeinsam mit jemandem chanten möchten. Der erste Devotee, der antwortet, erhält seinen Partner für die jeweilige Japa-Session."

Ich halte das für eine wertvolle Idee, die auf dem Prinzip des Chantens in der Gemeinschaft von Devotees gründet. Es macht alles viel einfacher und inspirierender! Ein anderer Devotee schrieb mir, dass er sich, wenn es einen japa-Partner gibt, inspirierter, wenn nicht ermächtigt fühlt, rechtzeitig aufzustehen und seinen gesamten Tag auf spirituellere Weise zu organisieren. So stellt er sicher, dass seine japa nicht ohne richtigen Fokus über den ganzen Tag verstreut ist. Skype-japa könnte für viele von euch ebenfalls funktionieren. Natürlich gibt es viele Variationen dieser einfachen Idee. Die Naheliegendste ist, eure Freunde nach Hause einzuladen und mit ihnen zu chanten.

In vielen verschiedenen Tempeln, wie in Mayapur, habe ich gesehen, dass Devotees zum japa-chanten im Kreis um Tulasi Devi sitzen. Und ich habe dieses Format für das Chanten in meinen zahlreichen Japa Retreats übernommen. Es wirkt Wunder – und ich möchte euch alle ermutigen, das auszuprobieren, wenn ihr die Möglichleit habt, mit ernsthaften Chantern zusammen zu sein. Skype-japa scheint allerdings am besten zu wirken, wenn Devotees in Paaren chanten – nicht in Gruppen. Dafür gibt es einige Gründe:

- Skype funktioniert aufgrund technischer Begrenzungen am besten, wenn es nur zwei Teilnehmer gibt.

- Man fühlt sich dem Treffen verpflichteter, wenn es nur zwei Devotees gibt (eine Skype Gruppe mag nicht einmal bemerken, dass jemand fehlt).

- Das Chanten in Paaren ist persönlicher. So entsteht eher das Gefühl, zum spirituellen Leben des

anderen beizutragen und so einem Devotee zu dienen.

Doch lasst uns, während wir mit Ideen wie dieser experimentieren, nicht die Hauptsache aus den Augen verlieren: das Chanten des heiligen Namens bedeutet, Gemeinschaft mit Krishna zu haben. Lasst uns nicht die Form mit dem Inhalt verwechseln. Bei der japa und im kirtan geht es uns um die Eine Beziehung – unsere Beziehung zu Krishna. Andere, die da sind, mögen uns zu einem gewissen Ausmaß tragen und inspirieren und Gruppenpetitionen sind meist effektiver als Einzelanliegen. Doch wenn es beim Chanten nur darum ginge, sich miteinander zu verbinden, könnten wir genauso gut den Namen des anderen chanten. Warum Krishnas Namen? Die Idee ist natürlich, sich mit Krishna zu verbinden und deshalb chanten wir seinen Namen.

Ich wünsche euch alles Gute und viel spirituelle Kraft,

Sacinandana Swami

All content copyright (c) by SacinandanaSwami.com
Follow Sacinandana Swami on Follow Sacinandana Swami on Facebook Follow Sacinandana Swami on Twitter