"Durch spirituelle Gemeinschaft verschwindet
der Nebel, der unser Bewusstsein bedeckt
und unser Weg wird deutlich sichtbar."
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Kartik Inspirationen 2019 Tag 2 - Die große Sehnsucht

Von Sacinandana Swami

Die wichtigste Frage auf dem spirituelle Pfad lautet: Wann ist meine spirituelle Erfahrung echt? Wann habe ich substanzielle Einsichten, die mich auch durch schwierige Zeiten tragen? Mit andern Worten: wir suchen eine substanzielle und sehr, sehr echte Verbindung mit Krishna, eine Erfahrung mit dem Herrn.

Das Damodara-lila, das in diesem Monat stattfand, bietet eine tiefe Antwort auf diese Frage. Zunächst einmal hat Krishna ja viele Namen, einer lautet Durdurdara – einer, der selbst großen Yogis verborgen  bleibt. Yogis versuchen ihn zu verwirklichen, sie jagen ihn mit der Geschwindigkeit des Geistes, aber sie können den Herrn nie erreichen.

Auch als Mutter Yashoda Krishna hinterher rannte, ließ er sich zunächst nicht fangen. Er dachte: ‚Ich lasse mich nicht fesseln – ich habe so viele wichtigen Dinge zu erledigen, wie z.B. Butter zu stehlen.’ (Das bedeutet, er ist damit beschäftigt, die Liebe seiner Devotees zu erwidern). Also rannte er los und rannte immer weiter. Und selbst als er sich schließlich fangen ließ, wollte er all seinen Devotees eine Botschaft verkünden, nachdem er die Schweißtropfen auf der Stirn seiner Mutter sah, die sich in ihrer Bemühung ihn zu fangen so verausgabt hatte.

Denkt daran, nachdem Mutter Yashoda ihn schließlich gefangen hatte, versuchte sie ihn zu fesseln, aber das Seil war immer zwei Fingerbreit zu kurz. Die zwei fehlenden Finger repräsentieren zwei Hauptelemente auf dem spirituellen Pfad: ein Finger steht für die Bemühung, der andere für Krishnas Barmherzigkeit. Ja, selbst wenn wir uns noch so anstrengen, wird das Seil zu kurz bleiben. Nur wenn Krishna einwilligt, uns seine Barmherzigkeit zuteilwerden zu lassen, erscheint er im Herzen des Devotees und er und der Devotee kommen zusammen.

Was bedeutet es nun, Krishnas Barmherzigkeit zu erhalten? Oder besser stellen wir die Frage so: Wann fühlt sich Krishna geneigt, jemandem seine Barmherzigkeit zu gewähren?

Obwohl Krishna unsere Bemühung sehen möchte, lässt er sich durch Bemühung nicht erobern. Was ihn wirklich im Herzen rührt, ist die Sehnsucht nach seiner Barmherzigkeit. Und zwar sollten wir uns so stark nach Krishnas Barmherzigkeit sehnen, dass diese Sehnsucht alle anderen Wünsche und Sehnsüchte ausblendet und nur dieses eine Projekt ins Zentrum eurer Aufmerksamkeit rückt. ‚Ich will göttliche Barmherzigkeit, ich will eine Investition von oben‘! Aus diesem Grunde finden wir in den Liederbüchern der großen acharyas immer wieder Texte voller Sehnsucht, utkantha, das aufrichtige Verlangen nach noch nicht erlangter Perfektion.

Das wird deine Praxis mit mehr Leben erfüllen: Sehnsucht. Und eben diese Sehnsucht wird zu Krishnas Herz vordringen und ihn erobern.

Soundcloud link: https://www.sacinandanaswamipilgrimage.com/kartik-inspirations-2019/

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