"Es ist nicht so, dass wir uns nicht trauen,
weil die Dinge kompliziert sind. Weil wir uns
nicht trauen, werden die Dinge kompliziert."
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Kartik Inspirationen 2019 Tag 14 - Wir sind Krishna wichtig!

Von Sacinandana Swami

Wir sind Krishna wichtig!

Wenn ich hier so in Vrindavan sitze, frage ich mich manchmal: „Sieht Krishna überhaupt meine Bemühungen? Liegt ihm etwas an einer so unbedeutenden und nutzlosen Person wie mir?“ Ich habe beobachtet, dass viele Menschen, die bhakti praktizieren, sich diese Frage stellen.

Die Antwort lautet: Ja, Krishna liegt sehr viel an der Gemeinschaft mit jedem einzelnen von uns. Das sehen wir beispielsweise im Brihad-bhagavatamrita: dort wird der Augenblick beschrieben, in dem Narayana Gopa Kumar nach seiner langen Reise endlich im göttlichen Reich des Herrn willkommen heißt. Narayana sagt: „Ich habe den Pfad entlang geblickt und immer geschaut, ob du kommst oder nicht. Eine lange Zeit verging und ich sah, dass du nicht einmal Interesse am Chanten der heiligen Namen hattest. Es gab kein einziges Anzeichen dafür, dass du jemals in meine Richtung blicken oder zu mir kommen wolltest. Daher habe ich schließlich etwas unternommen. Ich konnte aber meine zeitlosen Gesetze, mich nicht in die spirituelle Entwicklung und Wünsche einer Person einzumischen, nicht brechen, aber ich schickte eine große Seele. So wurde ich dein spiritueller Meister. Und dann hast du das Mantra angenommen und machtest dich auf die Reise. Jetzt bin ich sehr glücklich. Du bist gekommen! Du bist tatsächlich gekommen! Bitte, bleibe hier bei mir.”

Wir wissen, dass Gopa Kumar eine Zeitlang blieb, aber die Sehnsucht seines Herzens konnte in Vaikuntha, Narayanas Reich, nicht vollständig gestillt werden. Er wollte nach Vraja gehen, wo der verspielte Krishna in erhabenen Liebesbeziehungen zu seinen vielen Devotees steht.

Nachdem er noch verschiedene Orte besucht hatte, kommt er eines Tages nach Vrindavan. Im Buch wird das erste Treffen mit Krishna so beschrieben: In einiger Entfernung sieht er, wie Krishna sich mit den Kühen allmählich nähert. Er hört freudiges Lachen und die Flötenklänge vieler Freunde Krishnas. Krishna ist von einer Staubwolke umgeben, die durch das Scharren der Kuhhufe entstanden war, und einige mächtige Halbgötter tauchen herab, um etwas von dem Staub zu erhaschen, der Krishnas Lotosfüße berührt hat. Plötzlich merkt Krishna, dass Gopa Kumar von der Ferne auf ihn zukommt. Sobald er ihn sieht, reißt er sich von den Kühen und Kuhhirtenjungen los und rennt ihm entgegen! Endlich kann er Gopa Kumar in die Arme schließen. Ganz überwältigt von Gefühlen der Aufregung und Liebe, fällt er auf die Erde nieder, die von seinen Tränen der Ekstase, die ihm wegen der Ankunft seines geliebten Freundes die Wangen herabfließen, ganz schlammig wird.

Dieser Ausdruck überwältigender Freude ist ein Zeichen von Krishnas Charakter. Es zeigt, dass tatsächlich jeder ihm sehr am Herzen liegt und dass er schon über das kleinste Anzeichen spirituellen Lebens sehr glücklich ist. Und wenn eine Seele heranreift und schließlich bereit ist, Krishna zu treffen, ist er voller Freude. Es wird beschrieben, dass die ersten Treffen mit Krishna sehr kurz sind und sich anfühlen wie ein Traum. Der Devotee weiß gar nicht recht: „War das ein Traum? Das war besser als alles, was ich bisher gesehen oder erlebt habe.“ Dann werden die Treffen und Erfahrungen allmählich länger und dann tauscht er Worte mit seinem Devotee aus und umarmt ihn. Und dann tritt die Seele schließlich in die ewigen Spiele ein.

Die Antwort lautet also ja, wir sind Krishna wichtig.

Soundcloud Link: https://www.sacinandanaswamipilgrimage.com/kartik-inspirations-2019/

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