"Wir alle wissen, wie man hört,
aber wenige wissen, wie man zuhört."
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Über den Wolken 01 - SB 5.19.24

Willkommen zu unserer neuen Podcast-Serie "Über den Wolken". Wir werden hier jeden Sonntag 
grundlegende Lehren aus dem Bhagavatam, welche Richtlinien zur unmittelbaren Anwendung enthalten besprechen. 
So können wir ein vom Bhagavatam inspiriertes Leben führen.
 
Heute haben wir Text 24 aus dem 5. Canto, Kapitel 19 gewählt. Er informiert uns über drei wesentliche Punkte, die wir in unser Leben übernehmen können. 
Ich zitiere: "Ein intelligenter Mensch interessiert sich nicht für einen Ort, selbst wenn dieser im höchsten Planetensystem liegt, 
wenn dort nicht der heilige Ganges der Themen über die Taten des höchsten Herrn fließt, 
wenn es an den Ufern eines solchen Flusses der Frömmigkeit keine Devotees gibt, die im Dienst beschäftigt sind, 
oder wenn es keine sankirtana-yajna-Festivals gibt, um den Herrn zu erfreuen.“ 
In der Erläuterung spricht Srila Prabhupada über diesen idealen Ort und er macht einen sehr nachdenklich stimmenden Punkt. 
Er sagt: "Die Bewegung für Krishna-Bewusstsein hat ihr Zentrum in Mayapur, dem Geburtsort Sri Caitanya Mahaprabhus, gegründet, 
um den Menschen die einzigartige Gelegenheit zu bieten, dorthin zu gehen und ein immerwährendes Fest des sankirtana-yajna durchzuführen, 
wie es hier empfohlen wird, und um an Millionen hungriger Menschen, die sich nach spiritueller Befreiung sehnen Prasadam zu verteilen. 
Dies ist die Aufgabe der Bewegung für Krishna-Bewusstsein." 
 
 Bitte hört aufmerksam zu. Ich freue mich, dass wir uns mit diesem Punkt gleich zu Beginn unserer Serie beschäftigen. 
Die Aussage scheint zu sagen: Geht nach Sri Dham Mayapur! Aber ist das wirklich das, was das Bhagavatam und Srila Prabhupada im Sinn haben? 
Müssen wir alle jetzt sofort nach Indien gehen? Wenn ihr das Bhagavatam und die Erläuterungen lest ist es sehr wichtig, dass ihr das Prinzip erkennt, wie 2+2=4. 
Ein Prinzip gilt unter allen Umständen. Wenn ihr z.B. zwei Orangen nehmt und zwei Orangen dazugebt - dann habt ihr vier. 
Wenn ihr zwei Autos nehmt und zwei weitere hinzufügt, habt ihr ebenfalls vier Autos. Das Prinzip lautet: 2+2=4. 
Was ist hier also das Prinzip, das wir anwenden können, egal ob wir nach Indien gehen oder nicht? 
Dieses Prinzip wird sehr schön von Srila Vishvanatha Cakravarti Thakura erklärt. Er sagt: "Ein intelligenter Mensch kommt zu folgendem Schluss: 
Im Leben sollte es die nektargleichen Themen über den Herrn geben. Es sollte auch Personen geben, die auf den Herrn vertrauen - Devotees also, die in diesen Themen Zuflucht nehmen. 
Und schließlich sollte es das Chanten des heiligen Namens geben. Intelligente Menschen verehren den Herrn durch Chanten." Und er zitiert noch einen weiteren Vers aus dem Bhagavatam. 
Das Prinzip ist also: Wo auch immer ihr seid - habt regelmäßig Krishna-katha, Devotee-Gemeinschaft und das Singen der Heiligen Namen in eurem Leben! So wird es sehr, sehr gut werden. 
 
 Ich vermute, die meisten von uns haben einen Verstand, der von morgens bis abends nonstop aktiv ist. Unser Verstand ist ständig auf Hochtouren. 
Nun - Krishna-katha stoppt den materiellen Fluss des Verstandes, stoppt, dass er sich um materielle Themen, Einkaufslisten, Beziehungen oder Zukunftssorgen dreht. 
Krishna-katha hat die Kraft, unseren Geist von Negativität zu befreien. Sogar die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass unser Verstand die meiste Zeit mit negativen Gedanken beschäftigt ist. 
Negative Gedanken kommen sofort ins Langzeitgedächtnis, weil negative Gedanken wirkungsvoller sind und uns deshalb viel länger beschäftigen.
Schlechte Gedanken sind also stärker als gute Gedanken! Die Wissenschaftler haben auch herausgefunden: wenn ihr länger als 10 Sekunden bei positiven Gedanken verweilt, 
dann, und nur dann, können diese guten Gedanken auch in unser Langzeitgedächtnis, in unser Unterbewusstsein und in unsere ganze Persönlichkeit gelangen. 
Deshalb sind Formeln, wie sie das Bhagavatam anbietet - wo wir uns eine Zeit lang mit Krishna beschäftigen - notwendig. Mit anderen Worten: 
Bleibt ein bisschen länger bei ihnen, haltet sie und tragt sie ein bisschen länger in eurem Herzen, und sie werden in eurem Langzeitgedächtnis, Unterbewusstsein und in eure ganze Persönlichkeit eingehen. 
Es gibt ein altes Sprichwort: Ein guter Tag ist der Tag, an dem es Krishna-katha gibt und ein schlechter Tag ist der Tag, an dem wir nichts über Krishna hören.
 
Die Devotees selbst haben die verborgene Kraft, ihre Gedanken direkt mit Krishna in Verbindung zu bringen. 
Es ist jedoch wichtig, dass wir mit Devotees jene Themen besprechen, die wir mit anderen Menschen nicht besprechen können. 
Wir sollten den einzigartigen Wert von Devotees in unserem Leben erkennen. Sie haben ihr Leben Krishna gewidmet und können daher über den Weg sprechen, 
der zu Krishna führt und darüber, wie man Hindernisse überwindet. Sie können uns diesbezüglich Tipps geben und unsere Gedanken zu Krishna bringen.
 
Der letzte Punkt ist das Chanten des Namens. Der heilige Name ist Krishna, und wenn wir den heiligen Namen des Herrn chanten, sind wir sofort mit Krishna in Kontakt.
 
Der Denker Pierre Teilhard de Chardin sagte, dass wenn wir Gott oder Krishna in unseren Geist zu bringen dies ein bedeutender und historischer Moment für die Menschheit sein wird.
Er sagt: "Eines Tages, nachdem wir die Stürme, die Wellen, die Gezeiten und die Schwerkraft gemeistert haben, werden wir für Gott die Energie der Liebe ernten. 
Dann wird die Menschheit zum zweiten Mal in ihrer Geschichte das Feuer entdecken!" Das ist das Geschenk des Bhagavatam: 
Es bringt uns zur Gottesliebe, so dass wir in der Liebe zu Gott aufgehen können. Dies ist der Zweck der menschlichen Lebensform. 
Das Bhagavatam bringt diesen Punkt immer wieder zum Ausdruck. Zum Beispiel im ersten Canto, Kapitel fünf, wo wir hören: 
"Menschen, die intelligent und philosophisch veranlagt sind, sollten nur nach jenem sinnvollen Ziel streben, 
das nicht einmal durch das Reisen vom obersten Planeten Brahmaloka bis hinunter zum untersten erreicht werden kann.“
Was ist dieses Ziel? Krishna-Bewusstsein!
 
Nun möchte ich etwas sehr Persönliches mit euch teilen. Seit 25 Jahren bin ich jedes Jahr nach Vrindavan gefahren, um in mein persönliches Retreat zu gehen, 
in welchem ich mehr chante und mehr lese. Das letzte Jahr war die einzige Ausnahme seit langer, langer Zeit. 
In einem Jahr - darüber wollte ich mit euch sprechen - hatte ich ein ernstes körperliches Problem, das schließlich durch eine Operation gelöst werden musste. 
Die Schmerzen waren so groß, dass es mir nicht möglich war, mich auf das Chanten zu konzentrieren. Mein Körper gab ständig diese schmerzhaften Signale: Schmerz, Schmerz, Schmerz, Schmerz. 
In dieser Situation entdeckte ich meinen größten Freund. Ich hatte eine Menge Bücher mitgenommen, aber ich entschied, nur bei einem Buch zu bleiben - dem Bhagavatam. 
Und als ich das Bhagavatam las, "entdeckte ich das Feuer wieder". Mit anderen Worten, ich wurde so inspiriert, dass mein Geist von seiner Vertiefung im Schmerz losließ und sich auf Krishna konzentrierte. 
Danach war das Chanten viel, viel leichter und lief sehr gut.
 
Lasst mich abschließend eine Übung für die kommende Woche vorschlagen, die auf diesem Vers basiert. Die Übung lautet: 
Nehmt euch jeden Tag mindestens fünf Minuten Zeit und lest über Krishna - krishna-katha.
 
Als nächstes: Ruft einen Devotee an und besprecht mit ihm Dinge, die ihr nur mit Devotees besprechen könnt, nicht mit anderen Menschen. 
Mit anderen Worten, habt ein spirituelles Gespräch und ihr könnt auch über vertrauliche Dinge sprechen.
 
Und die dritte Übung ist: Verbessert euer Chanten! Wie wir gesagt haben - der heilige Name ist identisch mit Radha und Krishna. 
Wenn ihr chantet, seid euch also bewusst, dass ihr in der Gegenwart von Radha und Krishna seid und behaltet sie in eurem Geist. Das wird euch helfen, über den Wolken zu bleiben!
 
Ich möchte mit einem Zitat von Srila Prabhupada enden. Er sagt: „Bleibe immer im hellen Sonnenschein des Krishna-Bewusstseins. 
Wenn ihr mit dem Flugzeug über die Wolken fliegt, wird dort einfach nur Sonnenschein sein, keine Dunkelheit. 
Auf die gleiche Weise wird die materielle Existenz verschwinden, ihr werdet über ihr sein, ohne davon betroffen zu sein. Das ist der Weg!"
 
Ich wünsche euch eine wunderbare Woche!
 
Sacinandana Swami
 
Hier der Podcast unter diesem Link:

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