"In einen kirtan einzutauchen ist wie in
ein Boot zu steigen, das uns schnell in
den heiligen Raum des Herzens bringt
und in die Gegenwart Gottes."
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Meditationen

Die Sammata-Meditation

Von Sacinandana Swami, April 2009

*sammata, Sanskrit = einverstanden sein, übereinstimmen

Heute möchte ich euch eine meiner persönlichen Meditationen vorstellen, die es mir selbst mitten im hektischen Leben ermöglicht, direkten Kontakt zum Herrn herzustellen und Frieden und Energie zu verspüren. Sie besteht aus drei Schritten.

Erster Schritt:
Erdung – Eine Meditation von Shrila Prabhupada

„Man sollte verstehen,
dass niemand unabhängig ist,
denn alles (und jeder) ist ein fester Bestandteil von Krishna
und handelt und bewegt sich durch den höchsten Willen Krishnas.
Dieses Verständnis, dieses Bewusstsein, ist Krishna-Bewusstsein.“
(Erläuterung, Shrimad Bhagavatam 10.13.53)

Zweiter Schritt:
Meditation über das Annehmen

Die Quelle von Angst und Beunruhigung ist ein Mangel an Erfahrung von Harmonie.
Wenn ich beunruhigt bin, dann deshalb,
weil ich eine bestimmte Situation, Sache oder einen Ort nicht in Beziehung zu Krishna sehen kann.
Stattdessen erscheint diese Situation, Sache oder dieser Ort unabhängig oder getrennt vom Herrn.
Sie scheint außerhalb der natürlichen, göttlichen Harmonie zu stehen und ergibt keinen Sinn.
Deshalb kann ich sie nicht annehmen.
Wenn ich etwas nicht annehmen kann, verliere ich mein Gefühl der Ausgeglichenheit und Sicherheit. Es herrscht Trübsal.
Wiederhole den 1. Schritt und erlaube dessen spirituelles Licht den verdüsterten Geist zu überfluten.
Beobachte, wie sich die Dinge verändern –
zuerst langsam, dann schnell:

Allmählich verstehe ich, dass die Situation,
Sache, Person, oder der Ort
genau so ist, wie sie in diesem Moment sein soll.
Nichts – wirklich gar nichts –
geschieht in Krishnas Welt aus Versehen.
Alles und jeder bewegt sich nur um ein Zentrum.
Und in jedem Moment bin ich am richtigen Ort,
und lerne meine Lektionen im Klassenzimmer Gottes.
Nur wenn ich lerne das Leben vollends nach Krishnas Bestimmungen anzunehmen,
kann ich glücklich sein.
Lass mich deshalb nicht so sehr darauf achten,
was meiner Ansicht nach in der äußeren Welt verändert werden müsste,
sondern darauf, was in mir verändert werden muss –
in meinem Bewusstsein, meiner Einstellung.

Dritter Schritt:
Das Gebet um Gleichmut

O Herr, lass mich alles, was dieser Tag bringt, friedlich annehmen.
Lass mich mich vollends deinem heiligen Willen hingeben.
Führe mich und helfe mir in jedem Augenblick dieses Tages.
Wenn es irgendetwas gibt, dass ich verändern soll,
dann gebe mir bitte die Sicht es zu erkennen
und die innere Stärke es zu verändern.

Ganz gleich, welche Nachricht ich bekomme,
lehre mich, sie als deine Nachricht zu sehen, selbst wenn ihre Bedeutung verborgen scheint.
Und wenn die große Woge meines Lebens mich überwältigen sollte,
und meine Gedanken und Gefühle sich zerstreuen,
bitte führe und lenke mich
zurück dahin, dass ich deine alldurchdringende Gegenwart und dein Wohlwollen annehme und darin vertraue.
Lass mich mich heute an Liebe, Dienst, Toleranz und Vergebung erinnern
und lass mich sammata bleiben –
eins mit dir – indem ich mit deinen Arrangierungen und Wünschen einverstanden bin.


Nachwort: In diese Sammata-Meditation fließt die Inspiration eines Verses und einer Erläuterung aus dem Shrimad Bhagavatam (4.12.22), welcher den Prinzen Dhruva beschreibt, der immer darin vertieft war, an die Lotosfüße Krishnas zu denken. Shrila Prabhupada erläutert: „In der Vaikuntha Welt sind die Lebewesen immer in Einheit mit dem Herrn, da sie sich nie seinen Anweisungen widersetzen. In dieser materiellen Welt sind sie jedoch nicht sammata, einverstanden [...]. Diese menschliche Lebensform gibt einem die Gelegenheit, darin ausgebildet zu werden, mit den Anweisungen des höchsten Herrn einverstanden zu sein.“

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