"Es gibt kein grösseres Leid als Anhaftung.
Es gibt kein tieferes Glück als Loslösung."
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Tagebücher von Sacinandana Swami

Der Zauber des Frühlings (April 2012)

Vor kurzem fragte mich die Tochter einer meiner Schüler: „Kannst du mir Krishna zeigen?“ Ich antwortete: „Jetzt noch nicht, liebes Kind, warte bitte noch fünf Wochen.“

Heute nahm ich das Mädchen an die Hand und zeigte ihr einen Baum. „Schau dort“, sagte ich. „Dort ist Krishna. Kannst du die Blüten und die winzigen grünen Blätter sehen, die sich öffnen? Krishna sagt in der Gita ,Ich bin der blütentragende Frühling.´ Das ist Krishna, er erzeugt die Wunder in der Natur und diese Wunder wiederum verherrlichen ihn. Verstehst du?“

Das Mädchen nickte und rannte davon, um ihrer Mutter zu berichten: „Mutti, Mutti, ich habe Krishna gesehen!“

Für mich ist der Frühling eine Zeit voller Wunder. Heute ging ich im Wald spazieren und sah mitten unter vielen Zedern einen einsam blühenden Kirschbaum. Er sah wie ein talentierter Flötenspieler aus, der vor Kamelen spielt, die kein Gramm an Wertschätzung haben. Er war der einzig blühende Baum unter all den dunklen Bäumen, die seine Gesinnung nicht zu teilen schienen. Doch er hatte ein Publikum. Dieses Publikum war unser lieblicher Herr.

Bhakti ist dem Frühling ähnlich. Es ist die Kraft des Herrn, die in ein Individuum eingeht, um dem Herrn Freude zu bereiten.

Als ich den Wald verließ, fühlte ich mich bereichert von der Lektion des vollerblühten, einsamen Kirschbaumes. Ich möchte mein Herz auch der Barmherzigkeit meines Herrn öffnen, selbst wenn die ganze Welt dazu schweigt.

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