"Es gibt kein grösseres Leid als Anhaftung.
Es gibt kein tieferes Glück als Loslösung."
SacinandanaSwami.net
Online Shop

Meditationen

Die Lotusfüsse von Radha-Krishna

Vers 1

candrardham kalasam tri-kona-dhanushi kham goshpadam proshthikam
sankham savya-pade ´tha dakshina-pade konashtakam svastikam
cakram chatra-yavankusam dhvaja-pavi jamburdhva-rekhambujam
bibhranam harim unavimsati-maha-lakshmy-arcitanghrim bhaje

Ich verehre Lord Hari (Krishna), dessen Füsse mit 19 prächtigen Reichtümern ausgestattet sind in Form von, auf dem linken Fuss, Halbmond, Wasserkrug, Dreieck, Bogen, Himmel, dem Hufabdruck einer Kuh, Fisch, Muschelhorn und auf dem rechten Fuss, dem achteckigen Stern, Svastika, Rad, Schirm, Gerstenkorn, Elefantenstab, Flagge, Blitz, Jambu-Frucht, Urdhva-Rekha und Lotus.

Vers 2
cchatrari-dhvaja-valli-pushpa-valayan padmordhva-rekhankusan
ardhendum ca yavam ca vamam anu ya saktim gadam syandanam
vedi-kundala-matsya-parvata-daram datte ´nv asavyam padam
tam radham ciram unavimsati-maha-lakshmy-arcitanghrim bhaje

Ich verehre Sri Radha, deren Füsse mit 19 prächtigen Reichtümern ausgestattet sind in Form von, auf dem linken Fuss, Schirm, Ari, Flagge, Weinstock, Blume, Armreif, Lotus, Urdhva-Rekha, Elefantenstab, Halbmond und Gerstenkorn und auf dem rechten Fuss, Sakti, Keule, Wagen, Altar, Ohrringe, Fisch, Berg und Muschelhorn.

Bedeutung der glücksverheissenden Zeichen:

HALBMOND (ardha-candra) – Dieses Zeichen symbolisiert, dass die Lotosfüsse wahrhaftig das ersehnte Ziel der Devotees sind. Es zeigt an, dass selbst Halbgötter wie Lord Siva (dessen Kennzeichen ein Halbmond ist) ihre Köpfe mit den Sohlen dieser Füsse schmückten. Es bedeutet auch, dass Devotees, die ebenso ihre Köpfe mit diesen Füssen schmücken, zu so fortgeschritten Geweihten werden können wie Lord Siva. So wie der Mond mit seinen kühlenden Strahlen Nektar regnen lässt, so lassen auch die Lotosfüsse Nektar auf die Devotees regnen, indem sie die dreifachen materiellen Leiden auslöschen. Weil der Geist der Devotees auf den Füssen ruhen kann, tragen diese das Zeichen des Mondes (welcher der Devata oder Haupt-Deitie des Geistes ist). So wie der Mond nur einer ist und doch für viele Menschen gleichzeitig die Dunkelheit zerstören kann, so ist auch der Herr Einer und kann doch durch Seine Intelligenz viele Seelen zur selben Zeit befreien. Der Halbmond zeigt auch an, dass der Mond aus Scham darüber, dass die Zehnägel des Herrn wie zehn prächtige Vollmonde erscheinen, zu seiner halben Form zusammenschrumpfte.

WASSERKRUG (kalasa) – Dieses Zeichen symbolisiert, dass die Lotusfüsse den goldenen Krug mit reinem, nektargleichem Ambrosia bereithalten, welches von den hingegebenen Seelen nach Belieben gekostet werden kann; tatsächlich wird es ihnen niemals an Nektar mangeln, denn dieser Krug bleibt immer voll. Das Zeichen symbolisiert weiterhin, dass die Füsse den Nektar ausschütten können, der die brennenden dreifachen Leiden der von Krishna getrennten Devotees auslöscht. Der volle Krug zeigt auch, dass sich den Devotees kein Unheil nähern kann. Stattdessen bringen die Füsse von göttlicher Barmherzigkeit ausgehende Wellen der Freude mit sich.

BOGEN (dhanu) – Dieses Zeichen offenbart, dass diejenigen, die bei den Lotosfüssen Zuflucht suchen, für immer von allen Sorgen und Schwierigkeiten befreit sind. Es zeigt auch, dass die von der materiellen Welt Betäubten reglos sind wie eine Zielscheibe und nicht die Lotosfüsse erlangen. Wohingegen diejenigen, welche das letztendliche Ziel der Lotosfüsse erreichen, dort verweilen und nie wieder in die materielle Welt zurückkehren. Desweiteren, wenn der Geist der Devotees das Ziel der Füsse trifft, entsteht als Ergebnis davon Prema und strömt über, während Tränen aus ihren Augen fliessen.

HIMMEL (ambara) – Dieses Zeichen zeigt an, dass die Lotusfüsse die gesamte Schöpfung durchdringen, sowohl innerhalb als auch ausserhalb aller manifestierten Welten. Es zeigt ausserdem, dass die Füsse genau wie der Himmel, obwohl sie überall sind, dennoch nicht angehaftet sind. 

HUFABDRUCK DER KUH (gospada) – Dieses Zeichen bedeutet, dass für diejenigen, welche vollkommenene Zuflucht durch ununterbrochene Meditation über die Lotusfüsse gesucht haben, der Ozean des materiellen Daseins so klein und unbedeutend wird wie das Wasser im Hufabdruck eines Kalbes und daher leicht zu überqueren ist.

FISCH (matsya) – Dieses Zeichen bedeutet, dass genau wie ein Fisch nicht ohne Wasser leben kann, auch die hingegebenen Devotees nicht einen Augenblick ohne die direkte Gemeinschaft der Lotusfüsse leben können. Es bedeutet auch, dass die grössten Wünsche und Verlangen derjenigen, die bei den Lotusfüssen Zuflucht suchen, wahrhaftig erfüllt werden. Es symbolisiert auch, dass der Geist sehr wankelmütig ist, genau wie ein Fisch der sich mal hierhin und mal dorthin bewegt, und daher kommen die Lotusfüsse letztendlich erst nach langer Meditation ins Herz. Es zeigt ausserdem an, dass die Lotusfüsse nur ins Herz kommen, wenn es zuvor durch sanfte liebevolle Gefühle verflüssigt wurde; die Füsse wandeln nicht dort, wo es trocken ist. 

MUSCHELHORN (sankha) – Dieses glücksverheissende Zeichen weist darauf hin, dass diejenigen, die Zuflucht bei den Lotusfüssen gesucht haben, stets vor allem Unheil beschützt werden. So wie das Muschelhorn während der Arati-Zeremonie Wasser enthält, welches direkt nach dem Feuer der Gheelampe dargebracht wird, so bergen die Lotusfüsse transzendentales Wasser, welches das lodernde Feuer der materiellen Leiden Ihrer Devotees löscht. Auch verkündet dieses Zeichen den endgültigen Sieg der Devotees, denn das Muschelhorn auf den Füssen enthält den gesamten Ozean des materiellen Daseins, der nun leicht überquert werden kann. Das Mal zeigt auch an, dass diejenigen, die Zuflucht bei den Lotusfüssen suchen, vollkommen frei von Angst werden.

SCHEIBE (chakra) – Dieses Zeichen vernichtet die sechs Feinde der Devotees - Lust, Zorn, Gier, Illusion, Neid und Verrücktheit. Es ist das Zeichen von teja-tattva, oder dem Prinzip der Helligkeit, durch welches der Herr, der im Herzen Seiner Geweihten weilt, die Dunkelheit der Sünde zerstört.

ELEFANTENSTAB (ankusa) – Dieses Zeichen bedeutet, dass die Meditation über die Lotusfüsse die Elefanten des Geistes der Devotees kontrolliert und sie auf dem richtigen Weg hält. Es bedeutet auch, dass diejenigen, die sich auf dem Weg zu den Lotusfüssen befinden, zu den überlegenen Menschen gerechnet werden, genau wie ein Reiter auf einem Elefanten hoch über den Anderen reist.

FLAGGE (dhvaja) – Dieses Zeichen verkündet, dass die Lotusfüsse den Devotees, die über sie meditieren, Sicherheit geben und sie vor jeglichen Ängsten bewahren.

BLITZ (vrajra) – Dieses Zeichen offenbart, dass die Meditation über die Lotusfüsse den Berg der karmischen Reaktionen auf vergangene Sünden zertrümmert. Es bedeutet auch, dass wer immer an den Lotusfüssen festhält, so erhaben wird wie Lord Indra (dessen Waffe der Blitz ist).

LOTUS (kamala) – Dieses Zeichen verstärkt die Begierde nach Nektar im Geist der bienengleichen Devotees, die über die Lotusfüsse meditieren. Der Lotus symbolisiert auch, dass so wie ein Lotus im Wasser wächst, diejenigen die höchste Segnung erlangen, deren Augen sich mit Tränen füllen während sie die Lotusfüsse an ihr Herz halten. Das Zeichen bedeutet auch, dass die Glücksgöttin, Sri Lakshmi Devi beständig hingebungsvollen Dienst zu Seinen Lotusfüssen darbringt. Es zeigt an, dass Seine Füsse so weich sind, dass sie nur mit den Blütenblättern einer Lotusblume verglichen werden können; tatsächlich glaubt derjenige, der zum ersten Mal die Lotusfüsse erblickt, frische Lotusblüten zu sehen. Es offenbart ausserdem: So wie ein Lotus am Tag aufblüht und sich in der Nacht schliesst, so fühlen auch die in Meditation über die Lotusfüsse Versunkenen beständig das Entfalten der Blüte leuchtender Sattvika Extase welche die Dunkelheit der Unwissenheit vertreibt. Es bedeutet auch, dass die Biene des Geistes nicht über die Grenze trockenen jnanas (Wissens) und vairagyas (Entsagung) hinwegfliegen kann, ohne vom unvergleichlichen Nektar der Lotusfüsse angezogen zu sein.

BLUME (puspa) – Dieses Zeichen deutet an, dass sich der göttliche Ruhm der Lotusfüsse wie der Duft einer Blume weithin verbreitet. Es weist auch darauf hin, dass die Füsse nicht hart sind, sondern weich wie Blütenblätter. Und es bedeutet, dass so wie jede Frucht entsteht, nachdem die Pflanze geblüht hat, auch alle spirituellen Früchte heranreifen, nachden sie zuerst auf den Sohlen der Lotusfüsse erblüht sind.

KEULE (gada) – Dieses Zeichen weist darauf hin, dass die Lotusfüsse fähig sind, den Elefanten sündhafter Lust zu züchtigen. Es zeigt weiterhin an, dass alle Vorfahren der bei den Lotusfüssen Zuflucht Suchenden, ebenfalls Segnungen erlangen. 

ALTAR (vedi) – Dieses Zeichen verkündet, dass die Sünden derer, die über die Lotusfüsse meditieren, wie auf einem Opferaltar verbrannt werden. Weiterhin weist es darauf hin: So wie die Brahmanas das Universum durch Feueropfer nähren, so regen auch diejenigen, die ihren Geist zu den Lotusfüssen opfern, eine universale Ernährung an, die einen Einfluss auf alle Wesen hat.

SCHIRM (catra) – Dieses Zeichen weist darauf hin, dass diejenigen, welche Zuflucht bei den Lotusfüssen suchen, vor den unablässigen Regenfällen der materiellen Leiden geschützt sind. Es bedeutet auch, dass diejenigen, die im Schatten der Lotusfüsse sitzen, so erhaben wie Maharajas (grosse Könige) werden, denen üblicherweise Schirme über den Kopf gehalten werden.

(Quelle: www.iskcondesiretree.net/profiles/blogs/lotus-feet-of-srimati-1) 

All content copyright (c) by SacinandanaSwami.com
Follow Sacinandana Swami on Follow Sacinandana Swami on Facebook Follow Sacinandana Swami on Twitter