"Eine Vision gibt mehr Kraft,
als eine Vergangenheit, die du hinter dir lassen willst."
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Tagebücher von Sacinandana Swami

Vrindavan Tagebuch 2012 - Die Leere Füllen

Ich bin hier sehr glücklich.

Durch Radharanis barmherzige Arrangierungen bin ich an einen Ort gelangt, dem ich mich bisher unbewusst widersetzt hatte – nur um zu entdecken, dass ich hier die friedlichste Umgebung und Bedingungen finde, die ich je in Vraja hatte. Ich lebe im wunderschönen Häuschen von Sri Radhika und Rakesh. Von meinem Altar aus kann ich in der Ferne Giriraja sehen – nicht alles von ihm, aber zwei äusserst malerische Flecken mit Bäumen die aussehen wie Haare, die sich in Extase aufgerichtet haben. Aber ich kann ihn sehr stark spüren, wie er in aller Stille an meinem Herzen arbeitet. Es scheint, als nimmt er alles Leid – selbst das körperlicher Art – von mir fort und erfüllt mich mit der höchsten Glückseligkeit (darüber werde ich noch mehr in meinen Vraja Tagebüchern berichten).

Auf meinem Altar gibt es Tulasi und Sri Sri Radha Kanayalal – in einem täglich neuen atemberaubenden Outfit. Seit wir hier sind hat sich ihre Schönheit sogar noch erhöht – wenn das überhaupt möglich ist. Morgens höre ich die Rufe der Pfauen – während ich meine Runden chante und den ganzen Tag über werde ich von vielen neugierigen exotischen Vögeln besucht. Weil es hier Bäume voller Blüten gibt, wie den campak, zieht das viele seltene Vögel an, auf einen Besuch vorbeizukommen – und ebenso die Bienen. In dieser gut gepflegten Gartenatmosphäre scheinen sich sogar die wenigen Affen hier wie kultivierte Damen und Herren zu benehmen – als ob sie sich an einem Ort zur Charakterbildung befänden. Kurz: Das ist das Arrangement des Herrn für mich – ich hatte Pläne gemacht in Varsana zu sein – unter viel entsagteren und unvorhersehbareren Lebensbedingungen, aber irgendwie bin ich hier gelandet. Ich habe gelernt: Es ist am besten, vom Herrn gelenkt zu werden und zu versuchen nicht selbst der unabhängige Lenker zu sein.

Ihr könntet glauben, dass alles idyllisch, leicht und einfach ist. Auf gewisse Weise ist es das auch - aber nur äusserlich. Jetzt wo ich mich endlich auf die innere Reise konzentrieren kann – kann ich mir nicht helfen, ausser festzustellen, dass ich mein Bestes geben muss in Bezug auf Entschlossenheit und Zielstrebigkeit.

„Lass das Unwesentliche hinter dir“ - sage ich mir jeden Morgen. „Du bist hier, um mit den tieferen Regionen deines Herzens in Berührung zu kommen - mit deinen eigentlichen spirituellen Wünschen. Keine weitere Ablenkung – und wenn du dich leer fühlst – kein weiteres Ausfüllen dieser Leere mit „spirituellen Abenteuern“ wie hierhin und dorthin Reisen, viele Menschen treffen, auf verschiedene Art und Weise Erfolg haben. Nein – jetzt wollen wir wirklich in die Tiefe gehen - ohne jede horizontale Ablenkung.“
Wenn jemand den ganzen Tag gechantet hat – im Grunde von 4 Uhr morgens bis 10 Uhr nachts – mit ein wenig Lesen zwischendurch - wird er inneren Hindernissen wie Müdigkeit (tamas) und Ruhelosigkeit (rajas) begegnen.

Aber hier in einer Atmosphäre wo Lieblichkeit vorherrscht und die Anwesenheit von Radha und Krishna spürbar ist, kann man diese Hindernisse schneller als irgendwo anders überwinden – durch Ihre Barmherzigkeit, welche die Kaiserin unter all den verschiedenen Energien des Herrn ist – sie besitzt die Eigenschaft, sich selbst noch bis hinab zu den Niedrigsten zu erstrecken.

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