"Für jeden von uns kommt eine Zeit, wenn uns
alles oberflächlich zu sein scheint - außer
die Sehnsucht der Seele ihren wahren Pfad zu finden."
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Tagebücher von Sacinandana Swami

Vrindavan Tagebuch 2014 - Teil 1

Von Sacinandana Swami

Ich sitze hier in Vrindavan und viele Verwirklichungen sind mir gekommen. Die erstaunlichste bisher ist, dass Krishna wirklich hier ist. Er ist echt! Und er kommt wirklich zu jemandem, der nach ihm ruft. Er kommt persönlich. Wie sonst würdet ihr erklären, was heute geschehen ist? Noch besser ist es, nach Radha zu rufen. Schließlich ist Vrindavan ihr Reich.

Ich war so erschöpft, dass ich letzte Nacht fast ohnmächtig ins Bett fiel. Ich hatte noch nicht einmal die Kraft, vorher meine Zähne zu putzen!

Es war so heiß, dass ich in meinem eigenen Schweiß „geschwommen“ bin und nur wie im Koma unter dem Moskitonetz liegen konnte. Aber der Schlaf kam nicht zu mir – nur eine Mücke, die es irgendwie unter das Netz geschafft hatte und die ganze Nacht hindurch ihr raga-Ständchen sang. Ich war zu hilflos um sie hinauszujagen oder zu fangen. Und dann fingen die Lautsprecher zu plärren an – bis genau zwei Uhr morgens. Es ist die letzte Nacht des Rama-kathas, in der Ramas Sieg über den zehnköpfigen Dämon Ravana erzählt wird. Ich glaube, Ravana starb an Lärmbelastung – so laut war es.

Schließlich stand ich um 3.55 Uhr auf, um zu duschen, aber gerade als mein Körper völlig eingeseift war, fiel das Wasser aus. Arghh!!! Bei Sonnenaufgang bin ich nach Delhi unterwegs – sagte ich mir. Oder ich würde wenigstens ins Haus von Shri Radhika und Rakesh im Vasundara flüchten. Doch ehe ich aufgab, wandte ich mich aufrichtig im Gebet an Radharani: „Bitte hilf mir.“

Dann bekam ich irgendwie die Seife von meinem Körper ab, mein Geist beruhigte sich und als ich mich vor Tulasi devi zum Chanten hinsetzte, wurde mein Geist allmählich friedlicher. Die Lieblichkeit Vrindavanas kam wie eine Welle frischen Gangeswassers zu mir und spülte alles andere fort.

In Vrindavan scheint Radha sehr nah zu sein. Sobald wir uns an sie wenden, ist sie da. Sie ist echt! Und wie ein starker Wind vertreibt sie alle Wolken Mayas. Sie lebt immer in Vrindavan und ist für alle da, die ernsthaft nach ihr rufen.

Das, worüber ich geschrieben habe, passiert jedem Pilger auf fast die gleiche Weise.

Ihr könnt irgendeine dieser hingegebenen Seelen fragen.

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