Nitai

Nityananda Trayodasi 2026

EIN UNMÖGLICHES GEBET

Von Sacinandana Swami

Was würdest du sagen, wenn dich jemand auf der Straße anhalten und fragen würde: „Was braucht die Welt gerade am meisten?“

Als mir diese Frage gestellt wurde, fiel mir nur eine Antwort ein: göttliche Liebe!
Wenn alle von göttlicher Liebe erfüllt wären, würden sie sich automatisch gegenseitig Gutes wünschen.

Aber woher könnte eine solche Liebe kommen – eine Liebe, die alle Negativität vertreibt? Die Antwort ist, dass sie nur aus einer göttlichen Quelle kommen kann.

Vor etwa fünfhundert Jahren an diesem Tag erschien Nityananda – der Herr der ewigen Glückseligkeit – in der Welt der Menschen. Er kam, um diese Liebe Gottes zu verbreiten, und er tat dies auf wunderbare Weise – durch seine Blicke! Indem er jeden ansah, dem er begegnete, erfüllte er ihn mit der erhabensten Liebe. Hier ist eine kurze Würdigung von denen, die sahen, wie er diese Segnungen schenkte:
„Er wandert umher und gibt den Seelen dieser Welt den Namen Haris. Seine Augen, die die Farbe eines purpurroten Sonnenaufgangs haben, sind voll dem Wunsch, Gnade zu schenken. Allein durch seinen Blick auf die Menschen durchtrennt er die Fesseln, die sie an das Leiden binden. So löst er den Knoten im Herzen eines jeden. Wo immer Nityananda seinen gnädigen Blick hinwendet, zeigt er Liebe und Hingabe, und die Menschen fallen aufgrund ihrer ekstatischen Krishna-Prema in Ohnmacht.“

Der alte Autor Jivan Krishna Dasa vergleicht uns, die wir nach göttlicher Liebe hungern, mit Menschen, die ängstlich am Ufer eines Flusses stehen und damit rechnen, dass ihnen jeden Moment verschiedene Leiden widerfahren könnten, wie eine Meute aggressiver Wölfe, die in der Ferne heult.

Aber es gibt Hoffnung! Er schreibt:

„Wen müssen wir fürchten? Unser barmherziger Nitai Chand steht am Ufer, bereit, uns über den Fluss des weltlichen Lebens zu bringen.
Egal wie spät es ist oder wie schlimm der Sturm ist, er nimmt deine Hand, setzt dich liebevoll in sein Boot und macht diese Reise in ein wunderschönenes Abenteuer.
O Bootsmann der Liebe! Obwohl ich blind und verrückt bin, bin ich dein Diener! Das Einzige, was ich dir als Bezahlung anbieten kann, sind ein paar heiße Tränen, wenn du mich nur hinüber ruderst.
Er achtet nicht auf das Gewicht seiner Passagiere und verlangt auch keine Bezahlung. Sag einfach einmal „Gaura Hari“, und er wird dich hinüberbringen …“

Heute wende ich mich mit einem „unmöglichen“ Gebet an Nityananda:

„Oh Nitai, ich bin traurig. Wenn ich die Welt betrachte, ist mein Herz von Angst überwältigt. Bitte schau auf mich und alle anderen, wo immer du jetzt bist. In deiner Erweiterung als Maha-Vishnu hast du all diese Universen einfach durch deinen Blick erschaffen und sie mit bedingten Seelen erfüllt. Du kommst und gehst nicht wie wir bedingten Seelen. Was ist daher für dich die Schwierigkeit, unsere Seelen einfach durch einen Blick auf uns emporheben zu lassen?“
Jay Nitai!

 

 

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