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Neujahrsbotschaft 2026

Auf der Suche nach Segnungen

Stell dir mal vor: Du hast alles auf deiner To-do-Liste abgehakt. Du hast alles getan, um dir ein besseres Leben aufzubauen – alle Anrufe getätigt, alle Nachrichten geschrieben, alle Pläne gemacht und versucht, Hilfe von allen Seiten zu bekommen, während du ins Jahr 2026 startest.

Gibt es dann immer noch etwas, das an deiner Seele zerrt und dich dazu auffordert, nach etwas zu suchen, das noch fehlt – etwas, das dich auf der tiefsten Ebene erfüllt?

Für mich ist das einzige ungenutzte „Etwas”, das ich oft übersehe – die eine Tür, die ich wahrscheinlich nicht geöffnet hätte – der Segen.

Vor allem im spirituellen Leben – aber auch in allen anderen Bereichen – spielen Segnungen eine viel größere und entscheidendere Rolle als unsere eigenen Bemühungen. Aus eigener Kraft werden wir niemals alle Hindernisse im Leben überwinden können. Wir werden uns mehr oder weniger innerhalb der gleichen begrenzenden Mauern unserer kleinen Welt bewegen, vielleicht hier und da unsere Fähigkeiten ein wenig erweitern, wie wenn wir etwas tiefer atmen, aber letztendlich an unsere Grenzen stoßen.

Aber mit Segnungen – göttlichen Segnungen – können wir über unsere gegenwärtigen Möglichkeiten hinauswachsen. Warum ist das so?

In Segnungen wird die unbegrenzte und ungebundene Kraft des Geistes aktiviert. Segnungen öffnen die Türen, durch die Gottes Gnade hereinströmen kann.

Denkt an die alte Geschichte der beiden verwöhnten Söhne von Kuvera, dem Schatzmeister der Götter. Als die große Seele Narada ihnen begegnete, vergnügten sie sich berauscht. Narada bemerkte, wie sehr sie in ihren unbewussten Verhaltensweisen feststeckten, und segnete sie mitfühlend. Infolgedessen standen sie Krishna gegenüber und erlangten die höchsten Segnungen – jenseits dessen, was selbst die größten Heiligen sich vorstellen konnten: reine, unbegrenzte Liebe in einer direkten Beziehung zu Gott. Gleichzeitig wurden sie auch in das himmlische Königreich erhoben, wo ihnen unermesslicher Reichtum zur Verfügung stand.

Diese Erzählung erinnert uns daran, dass Segnungen uns weit über das hinausheben können, was wir mit unseren eigenen Anstrengungen jemals erreichen könnten. Die natürliche Frage ist: Woher können wir solche Segnungen in unserem eigenen Leben erhalten? Hier sind einige Vorschläge:

  • Geht zu denen, die euch inspirieren und beflügeln können und bittet sie, euch ihre guten Wünsche und Segnungen zu schenken.
  • Bittet die spirituell Gesegneten für euch zu beten – und erwartet dann Wunder!
  • Schau dir Weisheitstexte an, die Seele haben – „Weisheit, die atmet”, wie ein Freund von mir sagt. Nach und nach, wenn sich deine Perspektive erweitert, werden solche inspirierenden Texte nicht nur zu dir sprechen, sondern dir auch Flügel verleihen, damit du über deine inneren Mauern hinweg fliegen kannst.
  • Verlass deine beengende Komfortzone. Geh ein Risiko ein, um zu wachsen, und bitte um göttliche Hilfe. Wenn du aufrichtig bist, wirst du wahrscheinlich eine göttliche Antwort erfahren.


Segnungen kommen nicht unbedingt in dramatischen Worten wie: „Oh mein Kind, mögest du mit dem erstaunlichsten Leben gesegnet sein.“ Nein, nicht so. Meistens wirken sie still in dir oder zeigen sich als unverkennbare Zeichen von außen, in Form von Synchronizitäten, die ohne Worte kommen.

Oft kommen sie durch das, was in spirituellen Kreisen als Paramatma-Netzwerk bezeichnet wird – angetrieben von dem allgegenwärtigen, allwissenden inneren Führer, der Überseele. Auf diese Weise gehen Segnungen häufig nicht nur über den Empfänger hinaus, sondern sogar über den Geber. Sie sind das Ergebnis göttlicher Gnade, die sich wie der Duft eines kräftigen Parfüms ausbreitet und nur von denen wahrgenommen wird, die bereit sind, sie zu empfangen.

Das Jahr 2026 wird viele Veränderungen mit sich bringen – sowohl gute als auch schwierige. Diejenigen, die in mächtigen Segnungen verwurzelt sind, werden nicht wanken, sondern auf eine Weise getragen werden, die ihre Vorstellungskraft übersteigt. In der Gita spielt Krishna auf solche Segnungen an:

 

„Werde dir meiner bewusst, und du wirst durch meine Gnade alle Hindernisse überwinden.

Aber wenn du aus Egoismus nicht hören willst, ist nicht abzusehen, wohin du gelangen wirst.“

-Bhagavad-gita 18.58

 

Das Einzige, was unser Schicksal wenden kann ist nach Segnungen zu suchen.

 

Ich wünsche euch ein gesegnetes Jahr 2026 und freue mich darauf mit euch in Kontakt zu bleiben.

Sacinandana Swami

 

 

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